Das Schlafzimmer ist der Raum im Haus oder in der Wohnung,
in dem wir viel Zeit verbringen. Es ist der Platz wo wir ganz privat sind und
uns wohlfühlen und entspannen wollen.
Neben schönem und funktionalem Design
geht der Trend dahin, das Schlafgemach mit ökologischen und nachhaltigen
Möbeln, Wandfarben und anderen Gestaltobjekten einzurichten.
Auf was sollte man achten, wenn man sein Schlafzimmer
nachhaltig, ökologisch und schadstoffarm gestalten möchte?
Nachfolgend einige Tipps:
Möbel und Betten
Das Angebot für
übliche Schlafzimmermöbel ist heutzutage riesig. Für jeden Geschmack und Geldbeutel findet
sich etwas. Nur sind die meisten Möbel
nicht nachhaltig ökologisch produziert und stammen aus fragwürdigen Quellen.
Viele Menschen achten heute zunehmend auf die Herkunft, Produktionsbedingungen
und Nachhaltigkeit ihrer Einrichtung. Der Trend geht weg, sich alle paar Jahre
ein eventuell günstiges Schlafzimmer zu kaufen. Viele legen nun mehr Wert auf
langlebige Möbelstücke, die ökozertifiziert
und schadstofffarm sind.
Wer sich besonders gut und gesund betten möchte, der sollte
auf ein metallfreies Vollholzbett ohne Oberflächenbehandlung setzen. Diese Betten sind besonders für Allergiker
und Menschen, die selbst auf biologische Wachse und Öle empfindlich reagieren,
gedacht.
Im Kommen sind Betten aus Zirbenholz, eine Kiefernart, die
bei uns und in den Karpaten wächst. Dieses besondere Holz sorgt für ein
ausgewogenes Schlaf- und Raumklima und fördert die Gesundheit. Das natürlich
enthaltene Pinosylvin senkt die Herzrate und führt zu einem tieferen Schlaf, außerdem
ist es antibakteriell und pilzabtötend.
Wandfarbe
Bei der Wandfarbe sollte man auf die handelsüblichen
Dispersionsfarben mit Kunstharzstoff verzichten und sich für Naturfarben,
die keine Lösungsmittel enthalten,
entscheiden. Wer schon einmal die
Wände mit herkömmlicher Farbe gestrichen hat, weiß wie lange die Farbe oft noch
ausdünstet. Gerade empfindliche Menschen
können darunter leiden. Es gibt hier mittlerweile gute Produkte, mit denen man
ein gutes Farbergebnis erzielen kann.
Man sollte sich beraten lassen, denn nicht überall wo Öko-, Bio- und
Natur draufsteht ist das auch enthalten. Oftmals werden lediglich ein paar Inhaltsstoffe der
Farbe ausgetauscht um dann als ökologisch tituliert werden zu können.
Matratzen, Bettdecken
und -Bettwäsche
Wer sich ein gutes Bett leistet, der sollte auch eine gute
Öko-Matratze kaufen. Matratzen aus
Naturlatex oder gefüllt mit Hanf, Kokosfasern, Rosshaar oder Kapok stellen eine ausgezeichnete Alternative dar. Die Bettdecken und –wäsche sollten auch
Bioqualität haben und aus Baumwolle, Seide oder anderen Naturmaterialien
bestehen.
Böden
Den richtigen Bodenbelag für das Schlafzimmer zu finden ist
nicht so einfach. Die meisten Bodenbeläge aus PVC enthalten Weichmacher, die
über Jahre hinweg durch den Abrieb in die Luft gelangen und gesundheitliche
Schäden hervorrufen können. Viele Teppichböden
sind voll von Schadstoffen. Der
Schaumrücken und Verklebungen dünsten aus und enthalten zum Teil krebserregende
Stoffe. Wenn man sich für einen Teppich
entscheiden sollte, dann sollte dieser aus unbehandelter Schurwolle oder Sisal bestehen.
Versiegelter Parkett, Fertigparkett und Laminatböden sind
aufgrund der verwendeten Lacke Schadstoffquellen und können beispielsweise Formaldehyd
ausgasen. Der verträglichste Boden wäre
Marmor, aber die Wenigsten möchten diesen im Schlafzimmer haben. Unversiegelter Vollholzparkett aus Eiche oder
Buche, der eventuell nur mit Hartholzwachs und Bodenölen behandelt wurde, ist
zwar eine teure aber lohnenswerte Investition.
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